Sonntag, 2. November 2014

Der letze Satz ...

... war in jedem dieser drei Bücher ansprechend. In den zwei Krimis abschliessend und im Bob Buch einfach sehr herzlich.



Diese drei Bücher habe ich in den vergangenen Tagen gelesen. Nachdem mich das Lesefieber lange Zeit nicht heimgesucht hatte, hat es mich nun wieder mit voller Wucht erwischt. Wo es nur geht lese ich ... ob im Zug, im Tram oder auf dem Perron wenn ich auf den Zug warten muss, noch so jede kurze Minute wird zum Lesen genutzt. Was das für Haushalt und Studium heisst darüber denke ich jetzt nicht all zu fest nach. :-) Momentan muss ich einfach lesen.

Also was haben wir denn da

Petra Hammesfahr mit DER FRAUENJÄGER erschienen im rororo Verlag

Vier Frauen von Kindesbeinen an befreundet die sich im jungen Erwachsenenalter vier Männern angeln die ebenfalls befreundet sind. Die einen trifft es gut in dieser Gruppe die anderen weniger gut. Marlene trifft es sehr gut. Sie hat einen ehrgeizigen, gut aussehenden Mann der ein kleines Beratungsunternehmen führt. Zwei wundervolle Kinder so wie ein Häuschen mit Garten runden das perfekte Leben ab. Natürlich ist nicht immer alles Gold was glänzt und Marlene langweilt sich schrecklich in ihrem ach so perfekten Leben.
Als Anette in ihrem kleinen Buchladen eine Autorenlesung veranstaltet nimmt Marlene daran teil. Die Autorin berichtet über ihr Buch welches um ihre verschwundene Schwester handelt, die entführt und ermordet wurde.

Das Leben wird sehr anschaulich beschrieben mit welchen Höhen und Tiefen verschiedene Menschen kämpfen müssen.
Marlene und ihre Freundinnen ermitteln auf eigene Faust als die Autorin am Abend nach der Lesung einen tödlichen Unfall erleidet.
Marlene findet sich letztendlich in totaler Finsternis wieder ... wie kam sie dort hin, wo ist sie und wie kann sie sich befreien sind Fragen die ihr durch den Kopf schwirren. Was wird ihr Mann nur dazu sagen. Werner der immer alles kontrollierte und ihr aller Leben plante??
Ob Marlene es schafft sich zu befreien und wer der Täter ist, könnt ihr wenn ihr Lust habt selber nachlesen.

Für mich war dies Buch ein Mix aus Krimi und Alltagsgeschichte. Ganz fesseln konnte mich das Buch nicht. Mir fehlte der Tiefgang und mehr Nervenkitzel.

Dann gab es noch

James Carol mit BROKEN DOLLS Er tötet ihre Seelen erschienen bei dtv

Jefferson Winter ein Profiler mit einer unglaublichen Familienlast begibt sich nach London um Mark Hatcher und Sophie Templeton von Scotland Yard bei einem Fall zu helfen.
Vier Frauen wurden bis anhin entführt, gefoltert ihrer Seelen beraubt und wieder ausgesetzt. Verdammt zu einem Leben was keines mehr ist.
Nummer fünf wird ebenfalls schon vermisst und das Trio hat nur ein Ziel vor Augen. Sie zu finden bevor der Täter zum letzten entscheidenden Schlag ansetzen kann.
Winter interessieren weder Vorschriften noch Konventionen. Heimgesucht von seinen Dämonen der Vergangenheit vergräbt er sich in diesen Fall. Auch ein fehlendes Whiteboard in einem Hotelzimmer kann ihn nicht abhalten zu recherchieren, die Zimmerwand eignet sich auch hervorragend zum Schreiben.
Hatcher und Templeton werden natürlich in diese etwas andere Art der Ermittlungsweise hineingezogen und begeben sich nicht nur einmal auf dünnes Eis. Für beide bricht das Eis irgendwann ... Für den einen mehr für den anderen weniger schlimm.
Kann Winter durch seinen brillanten Verstand und Kombinationsgabe Opfer Nummer fünf vor dem Schrecklichen bewahren?

Dieser Thriller hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Winter der so detailliert beschrieben wird und den man sich sehr gut vorstellen kann. ebenso die Schauplätze sind zum Greifen nah beim lesen. Auch die anderen zwei Ermittler stehen in ihren Charakteren nicht hinten an. Jeder auf seine Weise sehr angenehm. Die Story selber ist gespickt mit Nervenkitzel, Rückblicken und Ermittlungen. Was ich sehr schön an dem Buch fand war das die härteren Szenen nicht ausgeschrieben wurden. ich bin ein absoluter Fan von Thrillern, aber wenn es zu abartig wird finde ich es nicht mehr so schön zu lesen. James Carol hat einen sehr guten Mix gefunden um die Spannung zu halten, Kopfschütteln zu verursachen ohne blutrünstig zu werden. Eine geniale Leistung.
DA dies der Auftakt war freue ich mich sehr auf die folgenden Bände.
Dieses Buch ist wahrhaftig sehr gut gelungen. Einfach TOP!

... und dann gab es heute Morgen zum Aufwachen mit einer warmen Schokolade unter der warmen Bettdecke

James Bowen mit EIN GESCHENK VON BOB erschienen bei Bastei Lübbe

Hach ich glaube jeder der Bob der Streuner gelesen hat weiss wie sehr James und sein Bob einen Menschen bereichern können. Bob das Fellnäschen was mit James den bitterkalten Dezember 2010 irgendwie überstehen muss. Ich erinnerte mich beim Lesen an die sibirischen Temperaturen die 2010/2011 herrschten.
James beschreibt die Tage und Wochen vor weihnachten. Durch die Kälte und den stetigen Schneefall kann er nur selten arbeiten gehen. Bei der Kälte im Covent Garden Gitarre zu spielen oder an der Angel Station die Big Issue zu verkaufen ist fast unmöglich. Sein Gas und Stromzähler singen da ein ganz anderes Liedchen. Um nicht Weihnachten ohne Strom und Gas verbringen zu müssen gehen sie ihr Glück versuchen.
Viele Stammkunden bringen Weihnachtskarten und kleine Geschenke vorbei. James ist ganz überwältigt und möchte auch etwas zurückgeben können und hat eine tolle Idee. Einfach aber so herzlich das mir ganz warm ums Herz wurde.
Einfach herrlich zu lesen an einem grauen Novembermorgen. James und Bob zaubern ein Lächeln ins Gesicht ... Bob mit seinen verrückten Eskapaden und James mit seinem Verantwortungsbewusstsein und seiner grenzenlosen Liebe zu Bob.

Mit diesen Büchern gehe ich auch noch zu Niwibo zu Buch des Monats ... ach das kann ich ja erst am 15.11 .... na denn halt dann :-)

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag Abend

Die Tanja 


Kommentare:

  1. Liebe Tanja
    Lesen ist so toll! Ich liebe es auch total, den Alltag hinter mir zu lassen und in andere Welten ;-) einzutauchen!

    Herzlichste Grüsse und weiterhin viel Spass beim Lesen!
    Esther

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  2. Leider ging es mir bei den letzten zwei oder drei Büchern von Petra Hammesfahr so. Die älteren fand ich fast ausnahmslos gut

    Liebste Grüße zu dir :-)

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